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AEG Perfectmix SB 175 Testbericht

Sven Hauberg, 4. November 2014
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AEG war einst der zweitgrößte deutsche Elektrokonzern – nach einer Insolvenz im Jahr 1982 wird der Markenname heute vom schwedischen Hersteller Electrolux weiter geführt. Verkauft werden fast ausschließlich Haushaltsgeräte, darunter Standmixer wie der Perfectmix SB175.

(107 Rezensionen)

POSITIV

  • + einfache Handhabung und Reinigung

  • + ausgeklügeltes Konzept mit mehreren Mixbehältern


Negativ

  • - Mixbehälter aus Kunststoff
  • - mittelmäßige Mixleistung


Der Perfectmix SB 175 von AEG ist mit einem Verkaufspreis von rund 50 Euro ein Einsteigergerät, gedacht also nicht für die professionelle Großküche, aber durchaus für den täglichen Einsatz zuhause. Und unter genau diesen Bedingungen haben wir den Mixer getestet.

Design/Verarbeitung

Die Basis des AEG SB 175 besteht vollständig aus schwarzem Kunststoff – einen Korpus ganz aus Edelstahl sucht man in dieser Preisklasse auch bei anderen Modellen vergeblich, aber immerhin als Zierleiste schmückt es doch die meisten Geräte. So wirkt der Perfectmix leider wenig hochwertig. Gut verarbeitet ist er dennoch.

Kunststoff dominiert beim Design

Der Mixbehälter des SB175 kommt mit einem fest sitzenden Deckel und besteht aus dickem Glas. Er hat ein Fassungsvermögen von 1,5 Litern und ist spülmaschinenfest. Außer einem kleinen Messbecher liegt dem AEG Perfectmix SB 175 kein weiteres Zubehör bei.

Ausstattung/Funktionen

Auch wenn eine Skala am Geschwindigkeitsregler suggeriert, die Geschwindigkeit ließe sich stufenlos einstellen, so hat der AEG doch ‚nur‘ drei Mixstufen. Damit liegt er im Durchschnitt der von uns getesteten Geräte – lediglich der MX 2050 von Braun kann mit fünf Geschwindigkeitsstufen alle anderen Mixer dieser Preisklasse übertrumpfen. Zusätzlich verfügt der SB 175 von AEG über eine Impulsfunktion: dreht man den Geschwindigkeitsregler nach links, drehen sich die Messer des Mixers mit der höchsten Geschwindigkeit, bis man den Regler wieder loslässt.

Mixleistung

Diese Funktion eignet sich besonders zum Herstellen von Crushed Ice – und genau das haben wir mit dem Perfectmix zuerst getestet. Obwohl der Mixer mit 450 Watt relativ wenig Power hat (zum Vergleich: der gleich teure Grundig SM 7280 bietet 600 Watt), konnten wir in kurzer Zeit eine große Menge an gut zerkleinertem Eis herstellen.

Als nächstes haben wir aus frischem Obst und etwas Saft einen Smoothie hergestellt. Hierbei hat der Mixer alle Zutaten gut zerkleinert, nur zum Zermahlen der Kerne reicht die Kraft des Geräts nicht aus. Bei größeren Mengen Obst mussten wir außerdem immer wieder mit einem Löffel nachhelfen, damit auch alle Zutaten gleichmäßig von den Messern erfasst wurden. Durch das Hinzufügen von mehr Flüssigkeit erübrigten sich aber auch diese Probleme.

Die Messer des AEG Perfectmix SB 175

Der SB 175 verfügt über 3 Mix-Stufen

Sehr gut hat der AEG SB 175 unsere nächste Aufgabe erledigt: in Sekundenschnelle hat er Mandeln und Nüsse fein zermahlen.  Zuletzt haben wir eine Gemüsesuppe zubereitet. Auch diese Aufgabe hat der AEG-Mixer gut bewältigt, alle Zutaten wurden sorgfältig zerkleinert, lediglich wenn sich sehr viel Flüssigkeit im Behälter befand, neigte der Perfectmix dazu, alles wie wild durch den Mixbehälter zu schleudern, so dass das Reinigen anschließend zur größeren Aufgabe wurde.

Handhabung/Reinigung

Obwohl der Mixbehälter des SB 175 baugleich mit dem des Severin SM 3718 ist, lässt er sich weit schwerer auf die Basis aufsetzen, auch das Abnehmen erfordert so viel Kraft, dass man die Basis des Mixers festhalten muss, damit nicht das ganze Gerät umkippt.

Das Abnehmen des Mixbehälters ist nicht ganz leicht

Besser als beim Severin funktioniert hingegen die Reinigung, da sich der Mixbehälter des AEG SB 175 problemlos in seine Einzelteile zerlegen lässt: mit einer einfachen Drehung kann der Messerblock vom Glasbehälter getrennt und anschließend abgespült werden. Zur schnellen Reinigung zwischendurch reicht es aber auch, den Mixbehälter mit etwas Wasser zu füllen und den Mixer dann kurz auf höchster Stufe zu betreiben – bei nur leichten Verschmutzungen hat das in unserem Test auch immer gut funktioniert.

Unser Fazit

Der AEG Perfectmix SB 175 macht nichts wirklich falsch – richtig überzeugen konnte uns der Mixer im Vergleich zu gleichteuren Geräten dennoch nicht. Das beginnt beim Design, das dank des Einsatzes von nichts als Kunststoff wenig hochwertig wirkt. Auch das Einsetzen und Abnehmen des Mixbehälters funktioniert bei anderen Geräten, wie etwa dem Severin SM3718, weitaus besser und einfacher.

Die Mixleistung des SB 175 ist in Ordnung, der vergleichbare Braun MX 2050 aber etwa hat uns hier – nicht zuletzt aufgrund der größeren Power – weit mehr überzeugen können. Denn mit 450 Watt bietet der AEG Perfectmix weniger Leistung als alle anderen von uns getesteten vergleichbaren Geräte – gerade bei nur schwer zu verarbeitenden Zutaten spürt man diese fehlende Kraft auch. Und so spricht angesichts der besseren Konkurrenz nur wenig für den Kauf des Perfectmix SB 175 von AEG.

(107 Rezensionen)

POSITIV

  • + einfache Handhabung und Reinigung

  • + ausgeklügeltes Konzept mit mehreren Mixbehältern


Negativ

  • - Mixbehälter aus Kunststoff
  • - mittelmäßige Mixleistung


Preisvergleich

Endnote 2,5 Befriedigend

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Mixleistung
    2.5
     
  • Ausstattung/Zubehör
    3.0
     
  • Handhabung
    3.0
     
  • Funktionen
    3.0
     
  • Reinigung
    1.0
     
  • Design/Verarbeitung
    2.0
     
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2 thoughts on “AEG Perfectmix SB 175”

    1. Genau richtig, einfach den Stecker in die Steckdose und dann die gewünschte Stufe am Drehschalter einstellen oder die Pulse Funktion benutzen.

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