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Der beste Hochleistungsmixer

Lena Suhr, April 28, 2015

Wenn Sie auf der Suche nach einem Hochleistungsmixer sind, der in kurzer Zeit und mit viel Power alles zerkleinert, was zwischen die kleinen Messer kommt, dann empfehle ich Ihnen den Vitamix TNC 5200Nachdem ich in einer 6-stündigen Online Recherche neun Modelle ausgewählt und einem 10-stündigen Test untergezogen habe, kann der Vitamix TNC 5200 am meisten überzeugen. Er zerkleinert faserige Zutaten wie Spinat und Ananas mühelos, püriert Kichererbsen zu einem feinen Brei und zermahlt Weizensaat besser als alle anderen getesteten Mixer. Der Vitamix TNC 5200 ist mit der robusten Bauweise und Standhaftigkeit, sowie der hervorragenden Mixergebnisse unsere Empfehlung. Mit einem Preis von 599 Euro liegt das Gerät im oberen Mittelfeld der Hochleistungsmixer und verfügt über eine Garantiezeit von 7 Jahren auf alle Teile.

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Der Testsieger
Vitamix TNC 5200 

vitamix-tnc-5200-weissDer Vitamix TNC 5200 ist der absolute Testsieger, denn hier bekommt man mit bis zu 37.000 Umdrehungen in der Minute und mit 1000 – 1200 Watt sehr viel Power, so dass das Gerät schon bei geringer Umdrehungszahl und in kurzer Zeit sehr faserige Pflanzenteile, doch auch Hülsenfrüchte und sogar die kleine Kerne von Beeren sehr fein zerkleinern kann. Es handelt sich hierbei um ein klassisches Gerät, das mit robuster Bauweise, Standfestigkeit und mit einen hochwertigem 2,0 Liter-Behälter aus BPA-freiem Tritan mit fest sitzendem Deckel, ausgestattet mit einem ergonomisch geformtem Griff mit softer Ummantelung, überzeugt.
Minuspunkte: Der Vitamix TNC 5200 weist eine sehr hohe Lautstärke auf und konkurriert zu dem durch den Preis von 599 Euro mit Geräten, welche mehr Funktionen aufweisen.

Preis-/Leistungssieger
Bianco Primo 

primoDer Bianco Primo ist im Gegensatz zur Konkurrenz kleiner gebaut und erbringt mit bis zu 28.000 Umdrehungen in der Minute und mit 1000 bis 1200 Watt auch weniger Leistung, das bedeutet, dass für schwerere Vorgänge, zum Beispiel beim Mahlen von Weizensaat, etwas mehr Zeit aufgewendet werden muss, damit ein Ergebnis erreicht werden kann, das mit leistungsstärkeren Geräten schneller erzielt werden kann. Zu einem Preis von 299 Euro erhält man allerdings ein sehr gut verarbeitetes Gerät, das sehr gute Ergebnisse liefern kann. Besonders die beliebten grünen Smoothies werden mit diesem Gerät schnell sehr cremig. Durch die gebürstete Edelstahl-Optik wirkt der Primo besonders qualitativ hochstehend.
Der Bianco Primo ist daher besonders empfehlenswert für den morgendlichen Smoothie, doch auch in der kleinen Küche und als kompakter Reisebegleiter.

Sieger für spezielle Ansprüche
Bianco Puro 

puroWer nicht nur stumpf den Geschwindigkeitsregler hoch und runter drehen möchte, sondern auf Knopfdruck mühelos kreative Leckereien zaubern möchte, der braucht ein Gerät, welches über viel Power, voreingestellte Programme und Zubehör verfügt. Besonders empfehlenswert haben sich hier der Bianco Puro und auch der Vitamix Pro 750 herausgestellt. Auf Grund dessen, dass das Gerät von Vitamix allerdings mit 849 Euro sehr viel kostenintensiver daher kommt und weniger Funktionen als das Gerät von Bianco aufweist, habe ich mich an dieser Stelle für den Puro als Testsieger entschieden. Dieser kann bis zu 32.000 Umdrehungen in der Minute schaffen und bis zu 1680 Watt. So zerkleinert der Puro ohne Mühe alles, was zwischen die japanischen Messer kommt.
Neben voreingestellten Programmen überzeugt der Bianco Puro durch ein erstklassiges Design, das in acht Farben erhältlich ist und auch durch wertiges Zubehör, zum Beispiel einen Stopfer mit integrierter Temperaturanzeige.

Warum Sie mir vertrauen können

Unter dem Namen A Very Vegan Life schreibe ich seit Ende 2011 das gleichnamige Blog rund um das Thema des pflanzlichen Lifestyles und tausche mich zu dem seither mit meinen Leser/innen und Expert/innen über die verschiedenen Social Media Kanäle aus. Auffallend: Das Thema der Hochleistungsmixer hat im Laufe der Zeit an Relevanz stark zugenommen. Bisherige Erfahrungen und mein angeeignetes Expertenwissen konnten bereits zahlreiche Kaufentscheidungen beeinflussen und erzeugten durchweg positives Feedback.

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Es war mir möglich, in den vergangenen Jahren zahlreiche Standmixer aus verschiedenen Kategorien auszuprobieren. Dabei lernte ich schnell, welche Vorteile die beliebten Hochleistungsmixer haben können und welche qualitativen Unterschiede zwischen den Geräten und auch den erreichbaren Ergebnissen bestehen. Mittlerweile ist die Verwendung der leistungsstarken Geräte für mich unverzichtbar geworden und so auch fest in meinem Alltag integriert.

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Hochleistungsmixer und die Verwendung dieser wurden somit im Laufe der Jahre zu einer kleinen Leidenschaft und ich zu einem selbsternannten Blendaholic. Neben einem scharfen Messer gehört der Hochleistungsmixer heute für mich zu den wichtigsten Geräten in meiner Küche.

Wer benötigt einen Hochleistungsmixer?

Hochleistungsmixer sind sehr kostenintensiv, weswegen eine Anschaffung sehr gut überlegt sein will. Oft wird daher auf kostengünstigere Standmixer, die sogenannten Küchen- oder Haushaltsmixer, zurückgegriffen. Diese weisen unter 20.000 Umdrehungen in der Minute auf und haben ebenso eine geringere Wattanzahl, die unter 1000 liegt. Auch sind Haushaltsmixer nicht für die tägliche Nutzung ausgelegt und kommen daher, zum Beispiel bei der Zubereitung für den täglichen Smoothie, sehr viel schneller an ihre Grenzen als Hochleistungsmixer.

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Um faseriges Grünzeug, zum Beispiel Grünkohl oder auch Wildkräuter, für grüne Smoothies zerkleinern zu können, benötigen die Geräte deutlich mehr Zeit als Hochleistungsmixer. Sie überhitzen schneller und tragen mit der Zeit oft irreparable Schäden davon. Zu dem ist es diesen Geräten auf Grund ihrer geringeren Umdrehungszahl nicht möglich, die Zellulose des Grünzeugs aufzubrechen, so dass wertvolle Vitalstoffe, die von der Zellulose umhüllt sind, unverdaut ausgeschieden werden und unsere Gesundheit nicht von diesen profitieren kann. Für diejenigen, die täglich grüne Smoothies zu sich nehmen möchten, ist ein Hochleistungsmixer daher ein absolutes Must Have. Auch geschmacklich sowie in Bezug auf die Konsistenz ergeben sich hier nennenswerte Vorteile, denn ein Smoothie aus einem Hochleistungsmixer ist sehr viel cremiger und geschmackvoller.

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Doch nicht nur für die Zubereitung von täglichen Smoothies ist ein Hochleistungsmixer empfehlenswert. Die Geräte sind sehr vielseitig einsetzbar. Sie ermöglichen jeden Tag und zu jeder Zeit die Umsetzung höchster Kreativität, denn die Zubereitung sämtlicher Kreationen kann durch ein solches Gerät vereinfacht werden. Smoothies, Shakes, Milchalternativen, Suppen, Salatdressings, Saucen, Dips, Aufstriche, cremige Desserts und Vieles mehr lassen sich in sehr kurzer Zeit realisieren, so dass jede Form der Ernährung durch den Einsatz eines Hochleistungsmixers nur profitieren kann.

Wer sich in der heimischen Küche grenzenlos austoben möchte, dem sei damit ein Hochleistungsmixer ans Herz gelegt.

Wie die Geräte für den Test ausgewählt wurden

Standmixer, die im deutschsprachigen Raum vertrieben werden, wurden auf Grund ihrer Leistungsmerkmale verglichen. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den Umdrehungen, die ein Gerät in der Minute zurücklegt, doch auch auf dem Energieaufwand pro Zeitspanne, der sogenannten Wattanzahl. Hochleistungsmixer weisen im Gegensatz zu herkömmlichen Küchen-/Haushaltsmixern mehr als 20.000 Umdrehungen auf. Zusätzlich wurden, um einen umfassenden Überblick zu erhalten, Testberichte und auch Rezensionen auf namhaften Plattformen gelesen.

Es wurden Geräte ausgewählt, die eine Mindestumdrehungsanzahl von 25.000 in der Minute aufweisen. Um Pflanzenzellen aufbrechen zu können, so dass das wertvolle Vitalstoffe aus Grünpflanzen von menschlichen Körpern aufgenommen werden können und nicht unverdaut ausgeschieden werden, ist eine möglichst hohe Umdrehungsanzahl notwendig. Dr. med. Christian Guth und Burkhard Hickisch empfehlen in ihrem Buch „Grüne Smoothies“ sogar eine Umdrehungszahl von 30.000 in der Minute (S. 44, 6. Auflage 2013).

Unwichtig waren bei der Auswahl erst einmal Faktoren wie die Optik oder das Zubehör, doch auch der Preis. Die genannten Faktoren fanden erst bei der abschließenden Bewertung Beachtung, um einen Vergleich in Bezug auf Preis und Leistung zu ermöglichen.

Ein guter Hochleistungsmixer sollte die Fähigkeit besitzen, faseriges Blattgrün zu cremigen Smoothies zu verarbeiten, die möglichst keine Rückstände aufweisen, doch auch Eis aus gefrorenen Früchten zubereiten können und die längere Zubereitung einer Suppe aus Gemüse verkraften können. Das Gerät sollte leicht zu bedienen sein, stabil wirken und standfest sein, einen fest sitzenden Deckel aufweisen und auch die Reinigung sollte letztendlich problemlos erfolgen können. Für die Arbeit mit Hochleistungsmixern ist ein Stößel unabdingbar, doch dieser war bei allen von mir getesteten Geräten im Lieferumfang enthalten. Unterschieden haben sich die Stößel lediglich in der Länge, so könnte der Stößel bei Revoblend RB 500 und Bianco Puro gerne noch ein paar Millimeter länger sein.

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Ausgewählt habe ich für den Test Puro und Primo von Bianco, RB 500 von Revoblend, Vitamix TNC 5200, Vitamix Pro 750, Herakles 5G von Klarstein, Omniblend V von JTC, den KomoMix und den Hochleistungsmixer HLM 14.1 von Harrexco.

Von dem Test ausgeschlossen wurden Geräte, welche in Deutschland nur schwer erhältlich sind, welche nicht der Leistungsanforderung eines Hochleistungsmixers von über 20.000 Umdrehungen in der Minute entsprachen oder welche von Leistung/Bauart sich nur gering voneinander unterschieden (z.B. Forte und Diver von Bianco [Gleicher Hersteller und Leistungsmerkmale, unterschiedliche Bedienfelder]).

So wurde getestet

Vorrangig waren erst einmal die Ergebnisse wichtig, die die Geräte erbringen konnten. Daher wurden alle Geräte drei Tests ausgesetzt:

(Test 1) Bei dem ersten Test wurde faseriger Spinat (100 g), Ananas (150 g), eine tiefgekühlte Beerenmischung (100 g) und eine kleine Menge Wasser (50 ml) eine Minute lang bei höchster Geschwindigkeit püriert. Die Mengen entsprechen ungefähr der Menge an Obst und Gemüse, welche für eine Portion eines grünen Smoothies verwendet werden würden. Das Ergebnis sollte möglichst cremig sein und nur geringe Rückständen, die letztendlich durch ein Sieb herausgefiltert wurden, aufweisen.

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(Test 2) Für den zweiten Test wurden Kichererbsen aus dem Glas (150 g) mit Wasser (50 ml) für eine Minute bei mittlerer Geschwindigkeit püriert. Auch hier sollte das Ergebnis möglichst fein und cremig sein.

(Test 3) Bei dem dritten Test wurde Weizensaat (200 g) für eine Minute bei höchster Geschwindigkeit gemahlen, welche am Ende bestenfalls zu feinem Vollkornmehl geworden sein sollte.

Die Reinigung erfolgte, in dem die Behälter zur Hälfte mit Wasser gefüllt wurden und ein Tropfen flüssiges Spülmittel hinzugegeben wurde. Die Geräte durften dann ca. 30 Sekunden laufen und sich selbst reinigen.

Warum der Vitamix TNC 5200 der absolute Testsieger wurde

Der Vitamix TNC 5200 ist mit bis zu 37.000 Umdrehungen in der Minute, 1000-1200 Watt und einem Gewicht von ungefähr 7 kg ein altbewährter Kraftklotz, der bei allen Tests durchweg sehr gute Ergebnisse liefern konnte.

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Der Behälter mit Mengenangaben, welcher zwei Liter fasst, ist mit vier robusten japanischen Messern ausgestattet, die im Gegensatz zu den Messern anderer Hochleistungsmixer schon sehr viel wertiger aussehen, so dass man eine gewisse Durchsetzungskraft bereits vor dem Test erahnen kann. Schon bei geringer Stufe konnte der Messerblock die Zutaten zuverlässig cremig pürieren bzw. fein mahlen. Der Smoothie aus faserigen Zutaten und Beeren wurde innerhalb der Minute sehr fein, sogar die Kerne der zahlreichen Beeren blieben nur in sehr geringer Anzahl im Sieb zurück. Die Kichererbsen mussten auch nur einmalig in die Mitte des Behälters zurückgeschoben werden, um ein sehr cremiges Ergebnis ermöglichen zu können. Bei anderen Geräten, die durch eine breitere Bauweise des Behälters auffielen, nahm das Zurückschieben hingegen viel mehr Zeit in Anspruch. Das Mehl wurde ebenfalls in kurzer Zeit sehr fein gemahlen.

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Das Gerät verfügt neben einem An/Aus-Schalter auch über einen stufenlosen Geschwindigkeitsregler mit 10 Stufen, beginnend bei 1000 Umdrehungen in der Minute bis hin zu 37.000 Umdrehungen und eine Turbotaste. Der Stopfer endet nur wenige Millimeter über dem Messerblock und ist so etwas länger als die Stopfer anderer Geräte, z.B. beim Puro von Bianco oder Revoblend RB 500.

Für 599 Euro liegt der Vitamix TNC 5200 preislich im oberen Mittelfeld, liefert dafür aber auch viel bessere Ergebnisse als manche der getesteten Konkurrenz-Geräte. Die Auswahl bzw. die Zusammensetzung der verwendeten Materialen wirkt auf mich sehr wertig und langlebig. Auch hier haben andere Geräte leider das Nachsehen.

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Der TNC 5200 ist in drei Farben (Weiß, Schwarz & Rot) und gegen Aufpreis mit Edelstahl-Optik erhältlich. Verschlissene Einzelteile (Behälter, Messerblock,…) können problemlos ausgetauscht werden. Die Garantiezeit auf alle Teile liegt bei wertvollen 7 Jahren.

Doch der TNC 5200 von Vitamix bekommt auch Minuspunkte:

Das Gerät weist bei der Nutzung eine sehr hohe Lautstärke auf. Diese ist hingegen beim Puro von Bianco sehr viel geringer.

Optisch stellt der TNC 5200 zwar kein besonderes Highlight dar, da bei diesem die klassische amerikanische Bauweise, die sich über viele Jahre hinweg bewährt hat, beibehalten wurde, doch ist die Funktionalität der Geräte auch wichtiger als die Optik. Das Gerät wird in den Vereinigten Staaten gebaut.

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Vitamix TNC 5200 und Vitamix Pro 750

Im Lieferumfang enthalten ist neben dem obligatorischen Stößel ein Spiralbuch mit zahlreichen Rezepten, eine Kurzanleitung und eine DVD, auf welcher die Kurzanleitung nochmals zusammen gefasst wurde. Zusätzlich kann im Handel weiteres Zubehör erworben werden:  2,0 Liter-Behälter, 1,4 Liter-Behälter, 0,9 Liter-(Trocken-)Behälter, passende Stößel, verschiedene Spatel, Becher, Trinkflaschen und Rezeptbücher.

Tipp: Der Vitamix TNC 5200 kann oftmals als Gebrauchtgerät mit Herstellergarantie kostengünstiger bei bekannten Online-Aktionshäusern wie Ebay erworben werden.

Preis-/Leistungssieger
Bianco Primo

Als Preis-/Leistungssieger wollte ich ein Gerät auswählen, welches zu einem kostengünstigen Preis bestmögliche Ergebnisse liefert, doch obendrauf noch hochwertig verarbeitet ist. Begeistern konnte mich besonders der Primo, das kleinste Gerät aus dem Hause Bianco.

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Die Testergebnisse waren beim Primo durchweg sehr zufriedenstellend, besonders das Smoothie-Ergebnis konnte mich durch die besondere Cremigkeit überzeugen. Bei Kichererbsen und Weizensaat war zwar im Gegensatz zu den kostenintensiveren Geräten eine längere Laufzeit notwendig, damit die Kichererbsen am Ende cremig wurden und die Saat zu feinstem Mehl, doch im Vergleich mit anderen Geräten der Preiskategorie unter 350 Euro konnte sich der Primo deutlich durchsetzen. Es schien, dass Geräte, die in den Beschreibungen durch höhere Leistungsmerkmale auffielen, diese unter Belastung nicht ausspielen konnten. Von den preislich vergleichbaren Geräten zeigte so der Omniblend V beim Kichererbsen-Test das schlechteste Ergebnis, während der Herakles 5G Schwierigkeiten hatte, die Weizensaat zu mahlen.

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Der Preis liegt für den Primo von Bianco bei 299 Euro für einen Hochleistungsmixer bis zu 28.000 Umdrehungen in der Minute und mit bis zu 1200 Watt. Geräte, die in die Preiskategorie unter 350 Euro fallen, zeichnen sich leider vor allem erst einmal dadurch aus, dass die verwendeten Materialien weniger hochwertig erscheinen, allen voran auch hier der Omniblend V von JTC und der Herakles 5 G von Klarstein. Der Primo konnte hier allerdings überzeugen. Zwar hat der Behälter ein verringertes Fassungsvolumen von 1,5 Litern (Standard: 2 Liter), doch dafür steht dieser sehr stabil auf der Basis und auch der Deckel sitzt sehr fest. Das verwendete Material wirkt wertig und langlebig. Bei Omniblend V und Herakles 5G von Klarstein wurde merklich an Material gespart und insbesondere der Deckel des Omniblend V konnte nicht mein Vertrauen gewinnen, da dieser im Gegensatz zu anderen Geräten weniger fest auf dem Behälter angebracht werden konnte.

Auf Grund weniger Kanten und einer quadratischen Form lässt sich der Primo-Behälter besonders schnell und einfach reinigen. In diesem Punkt hatten alle anderen getesteten Geräte das Nachsehen, zum Beispiel setzten sich Kichererbsen und gemahlene Weizensaat beim Omniblend V unter kleinen Kanten im unteren Teil des Behälters fest. Die Reinigung, welche immer mit dem gleichen Verfahren durchgeführt wurde, dauerte hier so wesentlich länger. Es musste sogar mit einer kleinen Bürste unter die Kanten gegangen werden, um die Reste rückstandslos entfernen zu können.

Die Geschwindigkeit wird beim Bianco Primo durch einen stufenlosen Regler geregelt, der in 10 Stufen eingeteilt wurde. Ein Pulse-Taste versteckt sich hinter einem kurzen Dreh nach rechts. Während des Vorgangs kommt hier, im Gegensatz zu vergleichbaren Geräten, nur eine geringe Lautstärke auf.

Optisch fällt der Motorblock in gebürsteter Edelstahl-Optik positiv auf. Das Design kann als einfach-klassisch beschrieben werden und sollte sich in nahezu jeder Küche einfügen können. Die Garantiezeit liegt bei 2 Jahren.

Sieger für spezielle Ansprüche
Bianco Puro 

Für den dritten Testsieger wollte ich ein Gerät auswählen, welches viele Features und ggf. nützliches Zubehör besitzt, allerdings gegebenenfalls auch preislich höher angesiedelt ist. Hier konnten mich tatsächlich zwei Geräte überzeugen: der Bianco Puro und der Vitamix Pro 750. Da das letztgenannte Gerät mit ca. 849 Euro wesentlich teurer als das Konkurrenz-Gerät von Bianco ist, habe ich mich letztendlich, auf Grund des Preis-Leistungs-Verhältnisses, für den Puro entschieden. Dennoch: Sollte der Preis kein ausschlaggebendes Kriterium sein, so sollte auch zwingend ein Blick auf den Vitamix Pro 750 gewagt werden, denn bei diesem Gerät handelt es sich auch um ein Gerät für höchste Ansprüche. Der Puro von Bianco bringt es bis auf 32.000 Umdrehungen in der Minute und weist 1680 Watt auf. Das Gewicht liegt bei 5 kg. Der Messerblock besteht aus sechs wirksamen japanischen Messern.

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Vitamix Pro 750 und Bianco Puro

Der Puro verfügt über einen manuellen Modus, welcher individuelle Zeit- und Schnelligkeitseinstellungen ermöglicht. Darüber hinaus gibt es eine Turbotaste und auch sechs voreingestellten Programme, die mit Bisque, Sauce, Vegetable, Soy Milk, Nuts und Smoothies benannt wurden. Sie ermöglichen eine optimale Einstellung mit einem Dreh durch Jog Dial. Über das Display können Zeit und Geschwindigkeit abgelesen werden. Zwar sind diese Features nicht zwingend notwendig, vereinfachen die Nutzung allerdings nochmals, da durch die Einstellungen das Mixgut optimal gemixt wird und es keiner weiteren Beobachtung bedarf. Der Vitamix Professional Series 750 hat hingegen fünf voreingestellte Programme, darunter eine Einstellung, welche zur vereinfachten Reinigung genutzt werden soll. Diese Programme sind nur durch kleine Icons dargestellt, deren Nutzung nur teilweise sofort ersichtlich ist. Auch fehlt es hier an einem Display.

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Eine Besonderheit ist der einzigartige, beiliegende Stopfer mit integrierter Temperaturanzeige, die vor allem für Menschen interessant ist, die auf die Zubereitung in Rohkost-Qualität, d.h. unter 42 Grad, wertlegen. Bei hoher Umdrehungsanzahl und verlängerter Dauer entsteht bei allen Geräten Wärme, welche wertvolle Nährstoffe zerstören kann. Legt man Wert darauf, dass dieses nicht passiert, so ist die Temperaturanzeige sicherlich eine nützliche Sache.

Für den Puro von Bianco sind zusätzliche Behälter im Handel erhältlich. Oftmals wird das Gerät auch schon mit Zubehör (Behälter, Rezepte…) als umfangreiches Kit angeboten.

Bei den zuvor genannten Tests waren die Ergebnisse durchweg hervorragend. Der Smoothie war innerhalb weniger Sekunden sehr cremig püriert, die Kichererbsen wurden trotz der geringeren Menge schnell und einfach cremig und auch die Weizensaat erinnerte innerhalb kurzer Zeit an feines Mehl. Die entstanden Geräusche waren im Gegensatz zu anderen Geräten vertretbar. Hochleistungsmixer sind zwar nie leise, unterscheiden sich in ihrer Lautstärke allerdings dennoch erheblich. Hier konnte der Puro auf jeden Fall punkten.

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Das Gerät zeichnet sich vor allem auch durch ein ansprechendes Design aus, welches sich durch den farbigen Motorblock und das Edelstahl-Element am BPA-freien Behälter aus Tritan von anderen Geräten positiv abhebt. Der Motorblock ist in 8 unterschiedlichen Farben erhältlich. Die Garantiezeit beim Bianco Puro liegt bei 5 Jahren.

Die Konkurrenz

Neben Vitamix TNC 5200, Bianco Primo, Bianco Puro und Vitamix Pro 750 testete ich auch den Revoblend RB 500, Klarstein Herakles 5G, Omniblend V, Harrexco Hochleistungsmixer HLM 14.1 und KomoMix. Alle Standmixer gehören zur Kategorie der beliebten Hochleistungsmixer, können sehr hohe Leistungen erbringen und entsprechend schnell und einfach beste Ergebnisse erzielen. Alle Geräte werden in Deutschland vertrieben.

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Harrexco Hochleistungsmixer HLM 14.1, Omniblend V, Klarstein Herakles 5G, und KomoMix

Der Vitamix Pro 750 fiel zwar durch sehr gute Ergebnisse und eine robuste Bauweise auf, scheiterte allerdings auf Grund der hohen Kosten. Da konnte auch das beiliegende hochwertige Rezeptbuch Nichts rausreißen. Der Vitamix Pro 750 zeigte sich auch für das Mahlen von Zutaten weniger geeignet, da das Mehl an den Seiten der Verschlusskappe nach außen durchdrang und die Arbeitsfläche so benebelte. Das Ergebnis allerdings war sehr fein, auch wenn die Messer als Nassschneidemesser benannt werden. Die Kichererbsen schleuderten auf Grund der breiteren Bauweise an den Rand, so dass das Gerät vor allem für die Zubereitung größerer Mengen angedacht ist, denn hier kommt dieses letztendlich zu sehr cremigen Ergebnissen. Die Reinigung ist durch die verbreiterte Bauweise allerdings vereinfacht möglich.

Der Revoblend RB 500 überzeugte durch eine solide, wertige Bauweise und Standhaftigkeit, sehr gute Mixergebnisse, bereits auch auf geringer Stufe und durch eine Garantiezeit von 10 Jahren für Verschleißteile. Als negativ stellte sich allerdings die breitere Bauweise des Behälters heraus. Bei einer geringen Zutatenmenge schleuderte diese wild durch den Behälter und verteilte sich an den Behälterwänden, so dass das Gerät mehrfach ausgeschaltet werden musste, um die Zutaten mit einem Spatel wieder in die Mitte des Gerätes zurück schieben zu können. Der Stößel erwies sich hier als ungeeignet, so dass mit einem Spatel, der nicht im Lieferumfang enthalten war, nachgeholfen wurde. Da das Gerät so mehrfach An und Aus gestellt werden musste, nahm der Vorgang bei einer geringen Menge viel Zeit in Anspruch. Bei der Erhöhung der Menge kam das Gerät allerdings dann zu sehr guten Ergebnissen, ob bei Smoothie, Kichererbsen oder auch Mehl. Die Messer sind bei diesem Gerät als Nass- und Feuchtschneidemesser deklariert, so dass kein Trockenbehälter benötigt wird. Die Reinigung erfolgte schnell und sehr unkompliziert.

Der HLM 14.1 von Harrexco erbrachte zwar schnell sehr gute Ergebnisse bei allen drei Tests, überzeugte allerdings nicht auf Grund von leichteren Bauweise, erheblicher Lautstärke, einer erschwerten Reinigung des Behälters (auf Grund von kleinen Kanten am Boden) und letztendlich auch auf Grund des Preises von 649 Euro. Vorteil hier: ein integrierbarer Zerkleinerungsfilter, welcher zum Beispiel Fruchtfleisch oder den Trester von Nussmilch schon während des Mixvorgangs herausfiltern soll. Der Harrexco kommt mit einem 2,5l Behälter.

Der Herakles 5G von Klarstein hatte zu Beginn Schwierigkeiten, die Ananas zu zerkleinern. Dieser Vorgang nahm im Vergleich mit anderen Geräten sehr viel Zeit in Anspruch und auch erschien der Smoothie nach einer Minute viel dickflüssiger. Es befanden sich merklich mehr Rückstände im Sieb. Auch das Mehl war sehr viel gröber als bei der Konkurrenz. Die Lautstärke war zu dem sehr erheblich, der wackelige Deckel schloss schlecht. Zwar ist der Preis für einen Hochleistungsmixer sehr niedrig, doch die Leistung im Vergleich zu den von mir anderen getesteten Geräten auch sehr viel weniger empfehlenswert.

Der Omniblend V von JTC verhielt sich im Test ähnlich wie der Herakles 5 G von Klarstein, wobei hier das Mehl etwas feiner war. Dafür konnte der Omniblend V die Kichererbsen schwerer verarbeiten. Das Gerät erfreut sich im Internet zwar wachsender Beliebtheit und ist mit Sicherheit auch für die Zubereitung von täglichen Smoothies & Co. geeignet, doch im direkten Vergleich mit anderen Hochleistungsmixern kann der Omniblend V leider nicht mithalten. Für diejenigen, die allerdings nur ein begrenztes Budget einsetzen möchten, kann der Omniblend V eine kostengünstige Alternative sein, welche auf jeden Fall mehr bewirken kann als ein herkömmlicher Küchenmixer. Fraglich ist nur, wie sich das Gerät auf lange Zeit verhalten wird. Vor allem Geräte der Marke Vitamix sind für ihre Langlebigkeit bekannt, so dass ein Vergleich hier interessant wäre.

Beim KomoMix hatte ich zu Beginn leichte Schwierigkeiten, den Behälter von der Basis zu bekommen. Dieses soll durch eine einfache Drehung erfolgen, allerdings ließ sich der Behälter schwer drehen und verkantete stattdessen. Die Zubereitung des Smoothies war wie bei den zwei vorangegangenen Geräten erschwert und erst mit verlängerter Zeit konnte ein annehmbares Ergebnis einstellen. Die Kichererbsen waren nur grob zerkleinert und die Weizensaat war im Gegensatz zu anderen Geräten nach einer Minute noch immer sehr körnig. Auch war die Lautstärke des Geräts erheblich. Einzig die sehr einfache Bedienung durch den One Touch-Drehknopf mit Lichteffekt und integrierter Pulse-Taste konnte an diesem Gerät wirklich überzeugen.

Nachfolgende Geräte befanden sich in der näheren Auswahl, wurden allerdings für den Test nicht ausgewählt: Diver und Forte von Bianco (Gleicher Hersteller und Leistungsmerkmale, unterschiedliche Bedienender wie Puro), Vitamix Pro 500, Professioneller 2,0 L Hochleistungsmixer von Ultratec, Klarstein Herakles 8G und Black Touch, der Total Blender von Blendtec und der Powersmoother von Vital Energy.

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass alle Geräte, die von mir getestet wurden, befriedigende bis sehr gute Ergebnisse bei den drei genannten Tests innerhalb der vorgegebenen Laufzeit erreichen konnten, diese teilweise einen (hoch-)wertigen Eindruck machen und durchgehend einfach in der Bedienung sind. Konventionellen Küchenmixern haben diese Geräte auf jeden Fall Einiges voraus.

Allgemein stellte sich im Laufe der Tests heraus, dass die Unterschiede bei der Herstellung der Smoothies bei Test 1 geringer waren als bei den anderen beiden Tests. Manche Geräte hatten zwar kurze Anlaufschwierigkeiten, doch sobald das Mixgut ein- bis zweimal mit dem Stößel nachgeschoben wurde, entstanden Smoothies, deren Cremigkeit sich zumeist nur gering unterscheiden ließen. Nur zwei kostengünstigere Geräte fielen nach der 1-minütigen Laufzeit durch sehr viel stärkere Rückstände auf. Die entstandenen Smoothies erschienen dickflüssiger und Obst und Gemüse waren auffallend gröber verarbeitet worden, so dass mehr Rückstände im Sieb hängen blieben.

Bei dem ersten Test konnten alle getesteten Hochleistungsmixer nach einer Minute befriedigende bis sehr gute Ergebnisse erzielen, bei einer verlängerten Laufzeit von 2-3 Minuten waren die Ergebnisse allerdings dann fast identisch. Hier sollte allerdings bedacht werden, dass durch eine verlängerte Laufzeit mehr Wärme entsteht, die die Nährstoffe zerstören kann.

Bei den Tests 2 & 3 zeigten sich die Unterschiede deutlicher. Das jeweilige Ergebnis fiel oft viel gröber und in Bezug auf die Kichererbsen weniger cremig aus. Dennoch: Alle Geräte konnten nach einer längeren Laufzeit und/oder durch Zugabe von mehr Wasser die Kichererbsen fein pürieren und auch das Mehl fein mahlen.

Daher: der Faktor Zeit macht bei den Hochleistungsgeräten den wirklichen Unterschied aus.

Sofort sichtbare Unterschiede sind die Bauart der Geräte und Messerblocks, damit verbunden z.B. auch die Standfestigkeit und Hochwertigkeit des verwendeten Materials, doch auch die stark variierenden Preise, die letztendlich eine Kaufentscheidung nachhaltig beeinflussen.

Fazit & Empfehlung 

vitamix-tnc-5200-weissDer Vitamix TNC 5200 konnte im Vergleichstest mit einer robusten Bauweise, viel Power und den sehr guten Mixergebnissen mit wenig Rückständen bzw. hoher Cremigkeit bei den Tests am meisten überzeugen. Daher gilt diesem Gerät meine absolute Kaufempfehlung, sollten Sie auf der Suche nach einem vielseitigen, funktionalen Hochleistungsmixer sein, welcher zahlreiche alltägliche Aufgaben in der Küche zuverlässig übernehmen kann und sich zusätzlich unkompliziert reinigen lässt. Mit dem Vitamix TNC 5200 können Sie ihren täglichen grünen Smoothie mit unzähligen Vitalstoffen genießen, doch auch frische Suppen, gehackte Kräuter, zahlreiche Teige, Nussmilchalternativen, Gourmet Rohkost und Vieles mehr zubereiten.

8 thoughts on “Der beste Hochleistungsmixer”

  1. Hallo! Vielen Dank für den ausführlichen Vergleichstest. Genau das was ich gesucht habe. Ich werde mich demnach für den Vitamin 5200 entscheiden, den hatte ich auch schon länger im Auge. Grüße, Jan

  2. Super, dass ihr euch die Mühe für einen solchen Vergleichstest gemacht habt. Das findet man leider viel zu selten. Viele Grüße, Nicole

  3. Hallo, ein sehr schön übersichtlicher Test; ich hätte dennoch gerne eine Beurteilung vom Vitamaster Super Pro (Schweiz) und auch dem Schwingerprinz,
    Im Vorraus herzlichen Dank!

  4. Auch von mir ein grosses Danke für alle Test Informationen. Nach vielen Stunden Recherche und diesem nun gefundenen Bericht, wird es wohl der Vitamix 5200 werden. Anwendungsergebnis, robuste Bauweise, 7 Jahre Garantie… auf 7 Jahre gerechnet die sicher beste Wahl.

  5. Den Vitamaster aus der Schweiz würde ich auch sehr gerne mal im Vergleich mit den bekannteren Geräten sehen. Der könnte ein Geheimtipp zu einem sehr guten Preisleistungsverhältnis sein. Habe leider noch keinen unabhängigen Test des Gerätes finden können…

  6. Vielen Dank für den Testbericht! Ich würde mich auch sehr für einen unabhängigen Test des Vitamaster Pro II bzw. des neuen Vitamaster Super Pro Expert interessieren..

  7. Habe den Vitamaster Pro und diesen mit dem Vitamix 5200 verlichgen muss sagen, der Vitamaster PRO war eine leichte Spur besser in der Viskosität und auch schneller im Mixen. Sehr Positiv überrascht . :-)

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